Andreas C. Knigge

Freitag, 16. Januar 2015, 19:00 Uhr

ACKnigge-Pressbild-SW-frei-500GEZEICHNETE BEKENNTNISSE

Andreas C. Knigge über autobiografisches Erzählen im Comic

Mit dem Aufkommen der Graphic Novel erzählen Zeichner vermehrt auch von sich selbst, vom eigenen Erleben und von den Tücken des Alltags. Dabei wirkt die selbstbiografische Comic-Erzählung oft sehr viel unmittelbarer und intimer als der Film oder Roman. Der Vortrag zeigt auf, warum Comics lange als Unterhaltungs-Fast-Food allein für Kids verkannt wurden, wie Robert Crumb, Will Eisner oder Art Spiegelman die Grundsteine legten für ein authentisches Erzählen im Comic und wie sich das Genre seitdem entwickelt hat.

Andreas C. Knigge (Jg. 1957) gilt als einer der wichtigsten und bekanntesten Comic-Experten in Deutschland. Er war Mitbegründer des Comic-Fachmagazins Comixene, Cheflektor von Carlsen Comics und prägte die deutsche Comic-Landschaft maßgeblich. Er förderte viele Zeichner u.a. Matthias Schultheiss, Ralf König und Isabel Kreitz. Neben der Herausgabe des Comic-Jahrbuchs schrieb Knigge viele Sachbücher über die Geschichte und Entwicklung des Comics, u.a. Alles über Comics oder auch 50 Klassiker-Comics (beide 2004). Zudem ist Knigge als Kurator tätig, zuletzt bei den Ausstellungen I figli di Max e Moritz (2006) in Neapel und 60 Jahre Peanuts (2010) in Erlangen. Er schreibt Essays zur populären Kultur und Buchbesprechungen für die Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung, Stern und Die Zeit. Knigge arbeitet als Projektentwickler, freier Journalist, Autor, Literaturagent und Lektor. Seit 2008 ist er Mitglied der Jury für den Max und Moritz-Preis.

Web: www.acknigge.de